Auch die 2. Mannschaft nahm am gestrigen Sonntag den Kampf um Punkte wieder auf und erwartete den Tabellendritten Gründau (2 Punkte Rückstand). Am Ende einer durchaus umkämpften Begegnung hatten die Emswölfe dann doch klar mit 5,5:2,5 die Nase vorn und verteidigte den Platz an der Sonne. Andrey Cherny, Uwe Hänisch und Georgiy Cermianin notierten volle Punkte, die übrigen fünf Spieler Robert Oros, Juri Dovzik, Mykhailo Baloha, Tobias Warnecke und Marcus Ramlow teilten sich die Punkte.
Georgiy Cermianin, Spitzenspieler der 3. Mannschaft, half diesmal erfolgreich in der 2. Mannschaft aus. Hier ein Foto aus dem November 2019 (Foto: Günter Preuss)
Da auch der Tabellenzweite Eppstein überraschend gegen Marburg verlor und
Vellmar Niederbrechen niederrang, stehen die Emswölfe nun allein an der Tabellenspitze
der Verbandsliga Nord. Am 16.02.2020 folgt erneut ein Heimspiel, dann kommt der
SK Vellmar zum Nordhessenderby nach Wolfhagen.
2020 begann für die Emswölfe mit einer Doppelrunde der 1. Mannschaft in
Mörlenbach. Die Gastgeber, der SC Freibauer Mörlenbach-Birkenau, war im letzten
Jahr aus der 2. Bundesliga abgestiegen und war von daher schon ein Favorit auf
den Wiederaufstieg, legte jedoch im Dezember ein doppelte Nullrunde hin und
hatte von daher schon 4 Punkte Rückstand auf die Emswölfe.
Die mussten sich zunächst am Samstag mit dem SK Gernsheim
auseinandersetzen und lösten diese Pflichtaufgabe souverän. 4 Siege durch GM
Sivuk und die IMs Matviishen und Skliarov sowie FM Larkin standen 4 Remis durch
die IMs Frolov und Shkuran und FM Kersten und Schmidt gegenüber, Endstand damit
6:2 für unser Team. Mit demselben Ergebnis blieb auch Mörlenbach gegen Marburg
erfolgreich.
Am Sonntag kam es dann zum Spitzenspiel, und die Odenwälder setzten sich
verdient gegen die Emswölfe durch. 5,5:2,5 hieß es am Ende für die Gastgeber,
die Emswölfe konnten keine Partie gewinnen! 5 Remisen durch Matviishen,
Shkuran, Skliarov, Larkin und Kersten waren die magere Ausbeute, Sivuk, Frolov
und Schmidt verloren.
Damit hat Mörlenbach die Oberliga Ost wieder spannend gemacht; da sich
die weiteren Verfolger Griesheim und Oberursel beim 4:4 gegenseitig die Punkte
abnahmen, haben die Emswölfe bei 12:2 Punkten nur noch einen Zähler Vorsprung vor
Oberursel (11:3), dahinter lauern Griesheim und Mörlenbach mit je 10:4
Mannschaftspunkten. Auch Wiesbaden als Tabellenfünfter ist mit 9:5 Punkten noch
in Schlagdistanz.
Und ausgerechnet dort muss unsere Erste am 29.02./01.03.2020 antreten. Am
Samstag um 14 Uhr geht es gegen den SV Griesheim, ebenfalls Absteiger aus der
2. Bundesliga, am Sonntag um 9 Uhr gegen den SV Wiesbaden. Spannende Spitzenspiele
sind garantiert.
Die Schachfreunde Bad
Emstal/Wolfhagen haben den Jahresabschluss in den Mannschaftsligen erfolgreich
gestalten können und gehen als dreifacher Tabellenführer ins Jahr 2020.
Unser Flaggschiff, die 1. Mannschaft,
setzt als Aufsteiger in der Oberliga Ost direkt zum Durchmarsch in die 2.
Bundesliga an, profitiert dabei auch von der schwächelnden Konkurrenz. Der
letzte Doppelspieltag brachte den Emswölfen zwei 7:1-Erfolge gegen den SV
Medizin Erfurt und den SV 1861 Liebschwitz; in 16 Einzelpartien nur 2 Remis und
einen vollen Punkt abgegeben, 13 Partien gewonnen, diese Bilanz konnte sich
sehen lassen. Die Gegner waren allerdings auch schon vorher im Tabellenkeller
beheimatet, aus dem sie auch schwerlich herauskommen werden.
Demgegenüber leistete sich Bundesligaabsteiger Mörlenbach-Birkenau ein unerwartetes 0-Punkte-Wochenende und fiel auf Platz 5 zurück, so dass als ernsthafte Konkurrenten noch Oberursel und Griesheim (beide ebenfalls aus der 2. Bundesliga abgestiegen) überbleiben. Am 18.01.2020 spielt unsere Erste in Mörlenbach zunächst gegen Gernsheim, bevor am Sonntag (19.01.) dann der Gastgeber auf die Männer um U 16-Vizeweltmeister Viktor Matviishen wartet.
IM Viktor Skliarov fuhr zwei souveräne Punkte ein. (Foto: Günter Preuss)
So führt unser Team nach 5 Runden
ungeschlagen mit 10 Punkten die Tabelle der Oberliga an. Die 2. Mannschaft
hatte bereits zuvor die Hürde Niederbrechen mit Glück gemeistert (siehe letzten
Bericht) und ebenfalls die Tabellenführung in der Verbandsliga Nord behauptet. Im
Gleichschritt hier noch die SVG Eppstein mit ebenfalls 8:0 Punkten. Weiter geht
es hier am 26.01.2020 mit einem Heimspiel gegen den drittplatzierten SK
Gründau.
Der Dritte im Bunde der
Tabellenführer ist unsere 3. Mannschaft, die das Spitzenspiel gegen den SV Bad
Arolsen verdient mit 5:3 für sich entscheiden konnte. In einem spannenden Spiel
waren wir jederzeit Herr der Lage und brachten den Sieg sicher nach Hause. Lohn
ist auch hier die alleinige Tabellenführung mit 8:0 Punkten. Nächstes Spiel am
02.02.2020 in Fritzlar.
Unsere 4. Mannschaft hatte gleichzeitig den Tabellenführer aus Heckershausen zu Gast. In einem engen Spiel trennte man sich am Ende 2,5:2,5-Unentschieden. Lachender Dritter dadurch ausgerechnet der Heckershausener Lokalkonkurrent aus Weimar; der ASC setzte sich mit jetzt 7:1 Punkten allein an die Spitze der Bezirksklasse, unsere Mannschaft liegt mit 5:3 Zählern in Lauerstellung. In der 4. Mannschaft imponiert insbesondere Lukas Rathmann, der auch sein 3. Spiel als Neuling im Turnierschach für sich entscheiden konnte und einer der Topscorer in der Bezirksklasse ist.
Bisher die Entdeckung der Saison: Lukas Rathmann auch in der dritten offiziellen Turnierpartie siegreich (Foto: Günter Preuss)
Diese Frage wird in der Regel mit
nein beantwortet, doch der Mannschaftskampf unserer 2. Vertretung am letzten
Sonntag in Niederbrechen ließ dann doch eher vermuten, dass die Schachgötttin
Caissa beide Daumen fest in Richtung der Emswölfe gedrückt hielt.
Die Ausgangslage vor dem Spiel
war klar: Niederbrechen, mit 5:1 Punkten knapp hinter unserer noch
verlustpunktfreien Mannschaft, sicherlich ein ambitioniertes, höher
einzuschätzendes Team, dazu eine langwierige, anstrengende Anfahrt auf
Bundesstraßen über Marburg, Gießen und Wetzlar, das Ganze wieder im hessischen
Spätherbst mit den entsprechenden Temperaturen und Straßenverhältnissen.
Als wäre das noch nicht genug, begann
das Spiel mit einem krachenden Lapsus: unser Spitzenspieler IM Andriy
Shankovsky, eigentlich die Zuverlässigkeit schlechthin, stellte in der
Eröffnung eine Figur ein! Dazu Chronist Tobias Warnecke: „Eröffnung dürfte
Philidor gewesen sein mit frühem Damentausch auf d8. In der Regel wird die Dame
auf d8 vom schwarzen König zurückgeschlagen. In der Partie erfolgte dies jedoch
durch einen Läufer. In ausgeglichener Stellung will Shankovsky in einer
komplizierten Variante eine Qualle für eine sehr gute/aktive Stellung opfern. Shankovsky,
der die Stellung sicherlich oft auf dem Brett hatte, in der der König auf d8
geschlagen hat, hatte seine ganzen Varianten unter der Prämisse berechnet, dass
Schwarz nicht rochieren kann. Da dies jedoch möglich war, weil der König noch
nicht gezogen hatte, konnte Schwarz groß rochieren, was a) die Fesselung
auflöste und b) die vorher gefesselte Figur zweimal deckte. Dadurch hatte
Shankovsky eine ganze Figur weniger, so dass schnell klar war, dass wir diese
Partie verlieren werden.“
Warnecke selbst und Vselovod Rytenko konnten mit leicht herausgespielten Erfolgen die Scharte auswetzen, dennoch blieb der Matchplan kritisch, weil Jurij Lembak und auch Uwe Hänisch nicht gut standen. Doch Lembak bot remis an, was überraschenderweise auch angenommen wurde, und auch Uwe akzeptierte sofort das Friedensangebot seines Kontrahenten, so dass wieder alles im Lot schien.
Tobias Warnecke, hier im Heimspiel gegen Marburg, konnte auch in Niederbrechen voll punkten
Georgiy Cermianin wickelte sodann
souverän in ein gewonnenes Endspiel ab, das er dann auch leicht gewann. Bei
einer 4:2-Führung im Rücken konnte Andrey Cherny anschließend die Zeitnot
seines Gegners ausnutzen, der eine sehr gute Stellung nicht zu seinem Vorteil
verwerten konnte, und so war die zweite Niederlage des Tages von Marcus Ramlow,
der im Endspiel leider falsch abwickelte, zu verschmerzen, stand am Ende doch
ein glücklicher 5:3-Sieg zu Buche, mit dem die Tabellenführung gefestigt wurde.
Nächste Spiel am 26.01.2020
zuhause gegen den Tabellendritten SK Gründau.
Gleich drei Mannschaften der
Emswölfe waren am vergangenen Wochenende im Einsatz. Unser Flagschiff in der
Oberliga Ost Gruppe B spielte am Samstag und Sonntag eine Doppelrunde in
Marburg und ging zweimal als Sieger hervor. Am Samstag wurde Schöneck 6:2
geschlagen (4 Siege durch Matviishen, Frolov, Shkuran und Hänisch, Remisen
durch Sivuk, Skliarov, Kersten und Schmidt), am Sonntag wurde
Aufstiegskonkurrent Oberursel mit 5,5:2,5 bezwungen. Hier sorgten GM Vitaly
Sivuk, IM Viktor Skliarov, IM Andriy Shankovsky und Alexander Schmidt für volle
Punkte, die IMs Viktor Matviishen, Artur Frolov und FM Uwe Kersten steuerten je
einen halben Punkt bei. Lediglich IM Danylo Shkuran musste eine „0“ quittieren.
Auch hier stehen wir ungeschlagen
mit 6:0 Punkten mit an der Tabellenspitze. Vor uns liegt noch mit der besseren
Feinwertung Bundesliga-Absteiger Freibauer Mörlenbach-Birkenau. Am 07./08.12.
findet die nächste (und einzige) Doppelrunde der Oberliga in Wolfhagen statt.
Wer also Spitzenschach aus nächster Nähe sehen möchte, sollte sich in das
Spiellokal im Gemeinderaum der Katholischen Kirche in Wolfhagen begeben. Gegner
sind dann am Samstag um 14 Uhr der SV Medizin Erfurt und am Sonntag um 9 Uhr
der SV Liebschwitz.
Neben der 1. Mannschaft waren
auch noch die 3. und 4. Vertretung der Emswölfe im Einsatz. Während die Vierte
sich mit 5:0 an Korbach 4 schadlos hielt und Revanche nahm für die Niederlage
in Runde 2 gegen Korbach 3 (Punkte durch Carsten Kumm, Toni Tadler, Viktor
Fleimann, Lukas Rathmann und Thomas Körber), lieferte sich unsere Dritte ein
enges Duell mit der TG Wehlheiden 2.
Zunächst schien alles nach Plan
zu verlaufen, konnten Georgiy Cermianin und Hrisovaladis Peppas doch recht
schnell und deutlich die Spitzenbretter für sich entscheiden. Mykola Tegze und
Mikhail Bemak machten dann aber „nur“ remis, während Hagen Rewald nicht seinen
besten Tag erwischte und gegen TG-Geheimwaffe Markus Schlachowitsch nach
zermürbender Verteidigungsschlacht am Ende doch den Kürzeren zog. 3:2 damit der
Zwischenstand, und die restlichen Partien standen eigentlich günstig für die
Gäste. Ulli Rehbein fand jedoch gegen Jörg Wiegel nicht die Gewinnfortsetzung
und akzeptierte das eilends angebotene Remis. Derweil behielt Erhard Hübenthal
gegen Joachim Müller in Zeitnot kühlen Kopf, konterte die Gewinnversuche seines
Kontrahenten und wickelte in ein gewonnenes Turmendspiel ab. Damit entschied
Erhard auch den Mannschaftskampf für die Emswölfe, die dann noch die Niederlage
des tapfer, aber erfolglos kämpfenden Andreas Haan hinnehmen mussten, was der
Freude über den knappen Sieg keinen Abbruch tat.
In der nächsten Runde der Nordhessenliga am 08.12. um 14 Uhr steigt auch hier ein Spitzenspiel: die Emswölfe erwarten an heimischen Brettern den souveränen Tabellenführer SV Anderssen Bad Arolsen. Zweiter gegen Erster, mehr Spitzenspiel geht nicht! Die Vierte hat sich währenddessen mit Heckershausen auseinanderzusetzen.
Bilder aus Wolfhagen von Günter Preuss (herzlichen Dank hierfür):
Am 10.11.2019 hatte unsere 2.
Mannschaft ihr Pendant aus Marburg zu Gast. Die Mittelhessen, mit ihrer 1.
Mannschaft auch Reisepartner unserer Ersten in der Oberliga und dort schon klar
geschlagen, mussten auch in der Verbandsliga Nord eine empfindliche Schlappe
einstecken und wurden mit 1:7 nach Hause geschickt.
Dabei sah es anfänglich gar nicht nach einem solch klaren Ergebnis aus, auch wenn die Marburger schon nur mit 7 Spielern angereist waren und so schon mit 0:1 zurücklagen. Die Gäste fühlten sich in ihren Stellungen sichtlich wohl und hatten wohl auch in der einen oder anderen Stellung tatsächlich Vorteile. Der Berichterstatter der Universitätsstädter hatte dies –mit Ausnahme unseres Vereinsnamens- hier im Wesentlichen treffend dargestellt. Doch mit zunehmender Spielzeit brachen allmählich die Dämme, die Hoffnungen auf Punkte für die Gäste wurden schwer enttäuscht.
Am Ende konnten sie lediglich
zwei Remisen gegen die Ersatzleute Hagen Rewald und Jörg Wiegel erzielen, beide
für die Gastgeber eher schmeichelhaft. Volle Punkte erzielten Uwe Kersten, Alex
Schmidt (kampflos), Andrey Cherny, Tobias Warnecke, Uwe Hänisch und Marcus
Ramlow.
Der Lohn für die Emswölfe: 6:0
Punkte, Tabellenführung ausgebaut. Am 01.12. steht das Spitzenspiel beim
Tabellendritten in Niederbrechen an.
Ein ungewohntes Ereignis ereilte die Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen am letzten Wochenende: eine Niederlage. Die ersatzgeschwächte 4. Mannschaft war bei der 3. Mannschaft der Schachfreunde Korbach chancenlos und unterlag in der Bezirksklasse mit 1:4. Lediglich Neuzugang Lukas Rathmann konnte in seiner ersten Turnierpartie die volle Ernte einfahren, Carsten Kumm, Toni Tadler, Viktor Fleimann und Philipp Landgrebe unterlagen.
Besser machte es die 3. Mannschaft in der Nordhessenliga gegen den Homberger SC und wiederholte das Mannschaftsergebnis aus der ersten Runde; 5:3 hieß es am Ende nach Siegen von Erhard Hübenthal, Tobias Warnecke, Marcus Ramlow, Hagen Rewald und Andreas Haan. Thomas Körber und Andrey Cherny verloren, ein Brett wurde kampflos abgegeben.
Am nächsten Sonntag 10.11. ist wieder die 2. Mannschaft im
Einsatz, der SK Marburg 2 gastiert um 14 Uhr in Wolfhagen.
Die Schachsaison 2019/2020 nimmt nach den Herbstferien –endlich- Fahrt auf, bis Weihnachten haben die Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen in 4 Mannschaften insgesamt 15 Spiele zu bestreiten. Bisher gelang dies ausnahmslos erfolgreich.
Die 1. Mannschaft, nach der 1.
Runde Tabellenführer der Oberliga, greift noch viermal ins Geschehen ein, der
nächste Doppelspieltag steht am 16./17.11. in Marburg auf dem Programm.
Die 2. Mannschaft konnte den
Erstrundensieg bestätigen und gestaltete das Auswärtsspiel am letzten Sonntag
in Gelnhausen ähnlich souverän wie gegen Oberursel. Gegen nur 6 Spieler der
Gastgeber, Kersten und Cherny gewannen kampflos, sorgten Uwe Hänisch, Marcus
Ramlow und Hagen Rewald für weitere ganze Punkte. Steffi Lind, Tobias Warnecke
und Alex Schmidt steuerten Unentschieden bei, so dass am Ende ein
6,5:1,5-Erfolg zu Buche stand – und die alleinige Tabellenführung in der
Verbandsliga Nord.
Am 10.11. geht es weiter mit
einem Heimspiel gegen den SK Marburg 2.
Auch die 3.Mannschaft ist mit
einem Sieg in die Saison gestartet, obwohl sie nur mit 6 Spielern antreten
konnte. In der Nordhessenliga gelang ein 5:3-Sieg gegen den SK Vellmar 2.
Steffi Lind, Uwe Hänisch, Marcus Ramlow und Thomas Körber gestalteten ihre
Partien siegreich, Tobias Warnecke und Hagen Rewald spielten Remis.
Am kommenden Sonntag, 03.11.,
spielt die Dritte „auswärts“, aber zu Hause gegen den SC Homberg, da dieser
kein Spiellokal zur Verfügung hat.
Unsere 4. Mannschaft hatte
ebenfalls eine knifflige Aufgabe zu lösen, nämlich das „Heimspiel“ gegen den
Gefangenensportverein (GSV) Wehlheiden. Da der GSV aus offensichtlichen Gründen
nicht reisen kann, finden alle Spiele in der JVA Kassel statt. Diese besonderen
Spielumstände haben schon einige Mannschaften mit Punktverlusten bezahlt – nicht
jedoch unsere Schachkameraden, die sich auch in Unterzahl mit 3:1 durchsetzen
konnten. Man profitierte davon, dass auch der GSV nur mit 4 statt 5 Spielern
antreten konnte, so dass eine Begegnung für beide Mannschaften punktlos blieb.
Ansonsten holten Andreas Haan, Carsten Kumm und Viktor Fleimann ganze Punkte
für die Emswölfe, nur Toni Tadler blieb erfolglos.
Die nächste Aufgabe wartet
ebenfalls am 03.11. auswärts bei den Schachfreunden Korbach 3.
Die Schachfreunde Bad
Emstal/Wolfhagen haben auch ihr Premierenspiel in der Oberliga Ost erfolgreich
gestaltet und sogleich die Tabellenführung übernommen. Gegen den Reisepartner
SK Marburg gelang ein überzeugender 6:2-Erfolg.
Die Emswölfe traten nicht mit der stärksten Aufstellung an, lediglich vier Spieler, die in der 1. Mannschaft gemeldet sind, waren tatsächlich am Brett, doch auch die zweite Garnitur passte am gestrigen Sonntag. Nach zähem Beginn, immerhin ist dies jetzt Deutschlands dritthöchste Spielklasse, konnten sich die Gastgeber nach etwa zwei Stunden zunehmend in Vorteil bringen. IM Viktor Skliarov an Brett 4 blieb es vorbehalten, für den ersten Punkt der Emswölfe auf nationalem Parkett zu sorgen. Früh hinderte er seinen Gegner an der Rochade, so dass ein Turm in der Ecke eingesperrt blieb. Diesen „virtuellen Figurenvorteil“ ließ sich Viktor nicht mehr nehmen und vollendete zum 1:0.
Viktor Skliarov erzielte den ersten Punkt in der Oberliga für die Emswölfe. Im Hintergrund Artur Frolov, der ein Remis beisteuerte.
Uwe Hänisch an Brett 8 opferte einen Turm für Angriff, der jedoch nicht durchschlug und „nur“ eine Figur und einen Bauern einbrachte. In Anbetracht der sich an anderen Brettern abzeichnenden Vorteile forcierte er eine Zugwiederholung und gab sich mit einem Unentschieden zufrieden. IM Danylo Shkuran gewann währenddessen souverän gegen den entblößten König seines Widersachers und stellte auf 2,5:0,5 für die Heimmannschaft.
Weiter ging es im Wechsel Remis/Gewinn; FM Uwe Kersten versuchte alles, der Gegner konnte jedoch die Stellung verschließen und so waren alle Gewinnmöglichkeiten vom Tisch – 3:1. IM Viktor Matviishen, U16-Vizeweltmeister 2018, zeigte derweil seine Klasse und überspielte den gewiss nicht schwachen FM Johannes Dorst nach allen Regeln der Kunst, bis dieser ein einzügiges Matt übersah! IM Artur Frolov, direkt nach einem Turniersieg in Lwiw angereist, remisierte ebenfalls und stellte damit den Mannschaftserfolg sicher.
Youngster Viktor Matviishen lauscht den Eröffnungsworten von Teammanager Josef Resch. Danach ging auf dem Brett die Post ab.
Also war jetzt wieder ein voller Punkt dran, und den holte Alex Schmidt, nachdem er gegen Rita Yaghi lange Zeit recht verdächtig stand. Sein König stand im Brennpunkt einiger Attacken, doch das vermeintlich zwingende Opfer zum Sieg entpuppte sich als Mogelpackung, und Alex brachte den Materialvorteil sicher nach Hause. Fehlte noch FM Andriy Shankovsky, der ebenfalls gegen einen starken Angriff seines Kontrahenten anzukämpfen hatte. Nachdem sich der Pulverrauch über der Stellung verzogen hatte, blieb ein Springerendspiel mit Mehrbauern für Andriy über, das remis gegeben wurde. Endstand somit 6:2 und alleiniger Platz 1 in der Tabelle.
Da hats gerade auf e6 geknallt: Qualitäts(schein)opfer gefolgt von der Fesselung Ld5. Andriy Shankovsky muss nachdenken; am Ende ist es ein Remis.
Am 16./17.11.2019 geht es in
Marburg weiter. In der Doppelrunde dort treffen die Emswölfe dann auf die Schachfreunde
Schöneck und den SV Oberursel.
Ein erfolgreicher Einstand in die Schachsaison 2019/20 gelang den
Schachfreunden Bad Emstal/Wolfhagen am gestrigen Sonntag. Als Aufsteiger in der
Verbandsliga Nord konnte unsere 2. Mannschaft die ebenfalls 2. Vertretung des
SV Oberursel mit 6,5:1,5 bezwingen. Damit stehen die Emswölfe schon wieder an
der Tabellenspitze.
Josef Resch begrüßt die Mannschaften
Die Südhessen reisten nur mit 7 Spielern an, so dass die Wolfhager bereits beim Start mit 1:0 in Führung gingen. Andriy Vachylya war der Leidtragende, der fortan nur kiebitzen durfte. Und es gab durchaus Kurioses zu sehen, etwa einen einfachen Bauerngewinn von Uwe Hänisch, der dann zwei Züge später ganz einfach eine Figur einstellte und anschließend diesem Materialnachteil vergeblich hinterherlief. Die anderen Partien entwickelten sich jedoch recht frühzeitig zu Gunsten der Emswölfe, so dass der Nachmittag recht entspannt verlief.
Gerade hat es auf h6 geknallt; 2 Bauern und Angriff für einen Läufer, Alex Schmidt „on fire
So opferte Alex Schmidt im Mittelspiel einen Läufer für starken Königsangriff, während sich Neuzugang Andrey Cherny schon fast im Endspiel befand und einen Riesenspringer gegen einen kümmerlichen Läufer sein Eigen nennen durfte. Folgerichtig war wenig später die Messe gelesen und der weiße König zur Strecke gebracht – 2:0 für die Emswölfe.
Neuzugang Andrey Cherny war mit seinem Konter auf den weißen König erfolgreich
Spitzenbrett FM Andriy Shankovsky stellte seine Klasse wieder einmal unter Beweis, wehrte aus einer vermeintlich beengten Stellung die voreiligen Angriffsbemühungen des Oberurseler Talents Samuel Weber gekonnt ab und ging selbst auf den gegnerischen König los. Zwei verbundene Freibauern auf dem Weg zur Grundlinie sorgten schließlich für eine schnelle Entscheidung und die 3:0-Führung für die Hausherren, die in Person von Tobias Warnecke noch einen drauflegten. Tobi hatte sich nach eigenem Bekunden nicht so richtig in seiner Stellung wohlgefühlt, konnte dann jedoch durch taktische Schläge die doppelte Qualität gewinnen und am Ende mit einem Bauerndurchbruch im Zentrum jegliches Gegenspiel im Keim ersticken. Damit war der erste Mannschaftspunkt auf der Habenseite, den zweiten stellte Mannschaftskapitän FM Uwe Kersten sicher. Ihm gelang das Kunststück, die Dame seines Gegners mitten auf dem Brett zu fangen.
FM Andriy Shankovsky wehrte alle Drohungen ab
Derweil schlug der Angriff von Alex Schmidt trotz heftigen Widerstands
endlich durch, Uwe Hänisch gab dann sein Spiel verloren und auch Marcus Ramlow
mühte sich vergeblich, seinem Kontrahenten den ganzen Punkt abzuluchsen. Remis
hier das am Ende verdiente Ergebnis, auch wenn hier mehr drin zu sein schien.
Mit dem 6,5:1,5 stehen die Emswölfe zusammen mit dem SK Niederbrechen an
der Tabellenspitze, am 20.10.2019 geht es in der Verbandsliga Nord weiter mit
einem Auswärtsspiel in Gelnhausen. Die Kinzigtaler stehen als Tabellenletzter
bereits mit dem Rücken zur Wand.